Kinder zu Erzählern befähigen

Wem konntet ihr als Kind gebannt zuhören? Wer hat euch Geschichten erzählt?

Über Themen, wie Kinder zu Erzählern werden, was diese Befähigung mit ihrem späteren Schulerfolg zu tun hat und vieles mehr, wollen wir mit euch ins Gespräch kommen.

Ein Zitat aus einem meiner Lieblingswerke dem „Erzähler der Nacht“ von Rafik Schami bringt unser Anliegen auf den Punkt: Erzählungen oder Geschichten sollten auch Kindern schmecken, damit sie immer wieder davon naschen wollen und sogar Freude am Teilen verspüren.

Wie kann man Kinder auf dem Weg zum Erzähler unterstützen?
Erzählen (egal in welcher Sprache), wie Rafik Schami beschreibt, bietet gute Voraussetzungen für schulischen Erfolg.

Interaktionen fördern Erzählfähigkeiten. Was denkt ihr: Reicht es dann aus viele Geschichten zu hören? Vorgelesen oder erzählt zu bekommen? Als Hörbuch oder Tonie zu hören?

Erzählfähigkeiten zählen zur Bildungssprache. Was versteht ihr unter dem Begriff Bildungssprache? Bildungssprache unterscheidet sich in ihrer Komplexität von der alltäglich verwendeten Sprache. Wo trifft man auf den Gebrauch von Bildungssprache?

Der schulische Erfolg hängt mit dem Verständnis eines komplexen Sprachregisters zusammen.
Bis in Deutschland zu diesem Thema geforscht wurde, der englischsprachigen Forschung um Cummins und den Begriffen BICS und CALP folgend, wurde dieses spezifische Register häufig von Lehrern implizit erwartet.
Selbst vermeintlich sprachunabhängige Fächer wie Mathe können sprachlich herausfordernd sein. Wie kann man sprachliche Stolpersteine sichtbar machen? Es geht nämlich nicht darum Fachbegriffe zu ersetzen oder komplexe Satzstrukturen auf das alltagssprachliche Niveau zu vereinfachen.

Oft weiß man aus Erfahrung, dass Kinder eine Sprache viel schneller lernen als Erwachsene. Es fällt ihnen viel leichter und eine früh gerlente Sprache erreicht meist ein muttersprachliches Niveau. Für die Sprache der Bildung brauchen jedoch auch Kinder etwas länger und mehr Unterstützung als man im ersten Moment vielleicht denken könnte…

Erzählen oder Kinder zu Erzählern zu befähigen sind förderliche Sprechanlässe. Was sind weitere abwechslungsreiche und unterstützende Gesprächssituationen? Wer sind die unterstützenden Gesprächspartner im Alltag von Kindern?

Im Alltag erwerben Kinder ihre Familiensprache/n mithilfe ihrer Bezugspersonen. Dies geschieht meist ähnliche (Sprach-)Stufen durchlaufend. Welche Situationen unterstützen nicht nur die Entwicklung der Alltags- sondern auch die der Bildungssprache?

Nun kommen wir zu meiner Lieblingssprachfördermethode:)
Dialogisches (Vor)lesen hat mich sofort fasziniert, als ich das erste Mal davon gelesen habe. Dabei habe ich realisiert, dass ich die Methode, ohne es zu wissen, schon oft intuitiv anwandte.

Kennst du die Methode? Was kannst du dir darunter vorstellen?

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Von Sonia

Sonia ist unsere Hauptautorin. Als studierte Erziehungswissenschaftlerin, ehemalige Sprachförderkraft und Lehrerin an der Grundschule sowie in Willkommensklassen, bringt sie die Erfahrung und das Wissen rund um gute Geschichten mit. Sie ist begeistert vom Dialogischen Lesen und bringt Kinder sowie Erwachsene damit zum Grübeln, Rufen und Lachen.

Zu ihren Hobbies zählt das Nähen, Lesen und Kochen. Sie liebt Collagen und zwingt Klaudia kreativer zu werden. Konstruktives Feedback ist ihre Stärke. Nicht nur Klaudia setzt sie so vor viele Herausforderungen, sondern auch ihre Schüler.

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